Instagram Follower exportieren: So bekommst du deine Liste als Excel oder CSV
Instagram Follower exportieren – dafür gibt es in der App keinen Button. Wer seine Follower-Liste als Excel- oder CSV-Datei braucht, muss über Umwege gehen: den offiziellen Datenexport, eine Browser-Extension oder ein Scraper-Tool. Dieser Guide zeigt dir alle vier Methoden im direkten Vergleich – mit Schritt-für-Schritt-Anleitung für den offiziellen Weg, einer ehrlichen Einordnung der Risiken und dem, was DSGVO und Instagram-Regeln dazu sagen.
Warum du deine Follower-Liste überhaupt exportieren solltest
Eine exportierte Follower-Liste ist mehr als eine Spielerei für Daten-Nerds. Das sind die fünf häufigsten Anwendungsfälle:
- Unfollower erkennen: Zwei Exporte im Abstand von ein paar Wochen vergleichen – und du siehst schwarz auf weiß, wer dir entfolgt ist, ohne riskante Unfollower-Apps mit Login-Zwang.
- Backup vor Account-Problemen: Wird dein Konto gesperrt oder gehackt, ist auch der Zugriff auf deine Follower weg. Ein Export sichert wenigstens die Usernames deiner Community.
- Zielgruppen-Analyse: In Excel erkennst du Muster, die dir die App nie zeigt – etwa wie viele deiner Follower ein bestimmtes Keyword in der Bio haben oder wie groß ihre Accounts sind.
- Outreach-Listen: Die Follower eines Konkurrenz-Accounts sind fast immer auch deine Zielgruppe. Als CSV werden sie zur Grundlage für gezielte Kampagnen, zum Beispiel per Mass DM.
- Kunden-Übersicht: Shops und Dienstleister gleichen ab, welche Kunden schon folgen – und welche Follower noch keine Kunden sind.
Methode 1: Instagram Daten exportieren – der offizielle Weg
Instagram bietet einen kompletten Datenexport an, der auch deine Follower- und Following-Listen enthält. So forderst du ihn an:
- Öffne dein Profil → Menü → Konto-Center.
- Gehe zu Deine Informationen und Berechtigungen → Deine Informationen herunterladen.
- Wähle „Informationen herunterladen oder übertragen", deinen Account und dann „Einige deiner Informationen" → im Bereich Verbindungen: Follower und Gefolgt.
- Als Format nimmst du JSON (zum Weiterverarbeiten) oder HTML (zum Anschauen), als Zeitraum „Gesamte Zeit".
- Instagram schickt dir einen Download-Link per E-Mail – oft nach wenigen Stunden, offiziell kann es bis zu 48 Stunden dauern.
Dieser Weg ist offiziell, kostenlos und ohne jedes Sperr-Risiko. Er hat aber drei Haken: Du bekommst ausschließlich deine eigenen Daten – fremde Accounts sind tabu. Das Format ist JSON oder HTML statt einer sauberen CSV-Datei. Und du musst auf den Export warten, statt ihn sofort zu bekommen.
So bekommst du die Instagram Follower Liste in Excel
Nach dem Download findest du im ZIP-Archiv unter „connections/followers_and_following/" die Datei „followers_1.json". Ab hier gibt es zwei Wege:
- Excel mit Power Query: Daten → Daten abrufen → Aus Datei → Aus JSON. Excel liest die Struktur ein, du erweiterst die Spalten und bekommst eine Tabelle mit Username und Zeitstempel des Follows.
- HTML-Variante für kleine Accounts: Hast du HTML als Format gewählt, öffnest du die Follower-Datei im Browser, markierst die Liste und kopierst sie direkt in ein Excel-Blatt. Bei ein paar hundert Followern ist das erfahrungsgemäß der schnellste Weg.
Mehr als Username und Datum liefert der offizielle Export allerdings nicht – keine Bio, keine Follower-Zahlen, keine Sortiermöglichkeit nach Relevanz. Für ein Backup reicht das, für echte Analysen ist es dünn.
Methode 2 und 3: Manuell abtippen oder Browser-Extension
Manuell abtippen ist nur bei Mini-Accounts eine Option: Follower-Liste öffnen, Usernames in eine Tabelle übertragen, fertig. Bis etwa 100 bis 200 Follower geht das schneller als jede Tool-Suche – darüber wird es zur Strafarbeit und fehleranfällig.
Browser-Extensions aus dem Chrome Web Store versprechen den Ein-Klick-Export der Follower-Liste als CSV. Einige funktionieren tatsächlich, aber das Modell hat zwei ernste Schwächen:
- Sicherheits- und Sperr-Risiko: Die Extension arbeitet in deiner eingeloggten Instagram-Session. Du gibst einem Dritt-Anbieter damit faktisch Zugriff auf deinen Account – und Instagram erkennt untypische Massenabfragen aus dem eigenen Login besonders leicht. Im schlechtesten Fall endet das mit „Handlung blockiert" oder einer Kontosperre.
- Abo-Fallen: Viele Extensions exportieren die ersten 50 Zeilen gratis und verlangen dann ein Abo, das sich nur umständlich kündigen lässt. Ein Blick in die Web-Store-Bewertungen lohnt sich fast immer.
Tipp: Gib niemals einer Extension oder App Zugriff auf deine Instagram-Session, deren Anbieter du nicht einordnen kannst – gekaperte Sessions sind einer der häufigsten Wege, wie Accounts gestohlen werden. Für einzelne Fragen wie „Wer hat mich entfolgt?" gibt es sichere Wege, die ganz ohne dein Login auskommen.
Methode 4: Follower Export Tool – Listen als CSV herunterladen
Der bequemste Weg ist ein spezialisiertes Follower Export Tool, das serverseitig arbeitet – also ohne Extension in deinem Browser und ohne Zugriff auf deine private Session. Der smartFollower Scraper Bot liest Follower- und Following-Listen aus und stellt sie dir als CSV-Datei zum Download bereit. Der entscheidende Unterschied zu den Bordmitteln: Das funktioniert nicht nur für deinen eigenen Account, sondern für jeden öffentlichen Account – etwa um die Follower eines Konkurrenten als Zielgruppe zu untersuchen.
Pro Eintrag bekommst du dabei deutlich mehr als nur den Usernamen: Name, Bio und Follower-Zahl stehen direkt mit in der CSV. Genau diese Felder machen den Unterschied zwischen einer bloßen Namensliste und einer Tabelle, in der du filtern, sortieren und priorisieren kannst.
| Methode | Fremde Accounts? | Format | Aufwand / Wartezeit |
|---|---|---|---|
| Offizieller Datenexport | Nein, nur eigene Daten | JSON / HTML | Bis zu 48 h Wartezeit, dann Umweg über Power Query |
| Manuell abtippen | Ja, alle sichtbaren Listen | Beliebig | Nur bis ca. 200 Follower realistisch |
| Browser-Extension | Teils | Meist CSV | Schnell, aber Session-Zugriff, Sperr-Risiko und Abo-Fallen |
| Scraper Bot | Ja, alle öffentlichen Accounts | CSV mit Profilfeldern | Läuft im Hintergrund, Dauer je nach Listengröße |
Follower-Listen per Klick als CSV: Der smartFollower Scraper Bot exportiert Follower und Following beliebiger öffentlicher Accounts – mit Username, Name, Bio und Follower-Zahl, fertig für Excel.
Scraper Bot ansehenFollower-Liste in Excel auswerten: drei praktische Rezepte
Eine CSV-Datei öffnest du in Excel am besten über Daten → „Aus Text/CSV" und wählst dabei UTF-8 als Encoding – sonst zerschießt es Umlaute und Emojis in den Bios. Danach wird die Liste richtig nützlich:
- Duplikate entfernen: Wenn du mehrere Exporte zusammenführst (z. B. die Follower von drei Konkurrenz-Accounts), räumst du mit Daten → Duplikate entfernen auf der Username-Spalte in Sekunden auf.
- Nach Bio-Keywords filtern: Ein Textfilter „enthält" auf der Bio-Spalte – etwa „Coach", „Shop" oder deine Stadt – macht aus einer 10.000er-Liste die 300 Accounts, die für deine Ansprache wirklich relevant sind.
- Zwei Exporte vergleichen: Exportiere dieselbe Follower-Liste im Abstand von zwei Wochen und gleiche sie per SVERWEIS bzw. XVERWEIS ab. Usernames, die im alten Export stehen, aber im neuen fehlen, sind deine Unfollower – die sauberste Methode ganz ohne Zusatz-App.
Wenn du solche Auswertungen regelmäßig brauchst, lohnt sich der Blick auf Instagram Analytics Tools: Die verfolgen Follower-Entwicklung und Engagement Rate automatisch, statt dass du jede Woche CSVs gegeneinander abgleichst.
Rechtliches: Was DSGVO und Instagram-Regeln sagen
Kurz eingeordnet – ohne den Anspruch, eine Rechtsberatung zu ersetzen:
- Öffentliche Daten auslesen ist kein Hack: Wer Profildaten abruft, die ohnehin jeder sehen kann, verschafft sich keinen unbefugten Zugang zu fremden Konten. Scraping öffentlicher Listen ist damit etwas grundlegend anderes als das Knacken privater Accounts.
- Die DSGVO gilt trotzdem: Usernames, Namen und Bios sind personenbezogene Daten. Das bedeutet Zweckbindung (nutze die Liste nur für den Zweck, für den du sie erhoben hast), keine Weitergabe oder gar Verkauf der Daten – und ein Löschkonzept: weg damit, sobald der Zweck erfüllt ist.
- Instagram-Nutzungsbedingungen: Instagram sieht automatisiertes Auslesen kritisch und kann Konten einschränken, die auffällig viele Abfragen erzeugen. Seriöse Tools drosseln ihr Tempo deshalb bewusst und bleiben innerhalb der üblichen Limits – eine etwas längere Export-Dauer ist also ein gutes Zeichen, kein schlechtes.
Für den privaten Abgleich deiner eigenen Follower ist das alles unkritisch. Sobald du exportierte Listen fürs Marketing einsetzt, kommen die üblichen Regeln für Erstansprache dazu – mehr dazu im Guide zur Instagram-Kaltakquise.
Fazit: Der richtige Weg hängt von deinem Ziel ab
Für ein einfaches Backup der eigenen Follower reicht der offizielle Datenexport – kostenlos und sicher, nur eben langsam und ohne brauchbares Tabellenformat. Sobald du mehr willst als eine Namensliste – Unfollower-Vergleiche, Zielgruppen-Recherche bei der Konkurrenz oder gefilterte Outreach-Listen –, führt an einem echten Export-Tool kaum ein Weg vorbei. Der Scraper Bot liefert die CSV mit allen relevanten Profilfeldern, Excel erledigt den Rest. Und egal, was du mit den Daten vorhast: Zweck festlegen, nichts weitergeben, löschen, wenn es erledigt ist – dann bist du auch bei der DSGVO auf der sauberen Seite.